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Die Kristalle von Nova Prime

Geschrieben von Liam Blue

Published
February 19, 2025

Als Ebook erhältlich

2,99 €

Als Taschenbuch erhältlich

10,95 €

Die unerwartete Braut: Wie ich versehentlich den Prinzen einer fremden Galaxie heiratete

In einer fernen Galaxie, wo die Sterne Geheimnisse und Legenden bewahren, wird die junge Aiko von der Erde in eine intergalaktische Mission verwickelt, die das Schicksal des Universums verändern könnte. An der Seite des charmanten Prinzen Orion von Nova Prime muss sie sich nicht nur den Herausforderungen des Weltraums stellen, sondern auch den Intrigen und Gefahren, die ihre Liebe auf die Probe stellen.

#J-Drama #Anime #Sci-Fi #Romance

Leseprobe

Episode 1
~ Unverhofft kommt oft ~

DIE RAKETE AUF DER Startrampe zog alle Blicke auf sich. Ihr silberner Stahlkörper glänzte im künstlichen Licht und ragte bis knapp unter das geschlossene Kuppeldach der Halle, das wie ein schützender Himmel über ihr thronte. Aiko schob sich ein Stück nach vorne, um besser sehen zu können. Ihre Hände kribbelten vor Aufregung, und ihr Herz schlug schneller, als sie die gewaltige Konstruktion betrachtete. Der Gedanke, dass diese Rakete bald in den Himmel aufsteigen würde, ließ sie den Atem anhalten. Sie hatte sich schon riesig gefreut, als ihre Lehrerin den Ausflug zum Tanegashima Space Center angekündigt hatte – aber ein echter Raketenstart? Das war mehr, als sie sich je erträumt hätte.

Schon als Kind hatte Aiko eine unerschütterliche Faszination für den Weltraum. Puppen suchte man in ihrem Zimmer vergeblich – stattdessen stapelten sich Bücher über ferne Galaxien und Raketenstarts auf ihrem Schreibtisch. Jetzt, im letzten Jahr der Oberschule und frisch 18 Jahre alt, hatte sich daran kaum etwas geändert. Sie war klein und zierlich, doch ihre lebhafte Ausstrahlung ließ sie größer wirken, als sie tatsächlich war. Ihre großen, neugierigen Augen schienen ständig auf der Suche nach neuen Abenteuern zu sein, und ein leichtes Lächeln spielte oft um ihre Lippen – ein Lächeln, das zwischen Nachdenklichkeit und Vorfreude schwankte. Ihre kurzen schwarzen Haare waren selten ordentlich; sie standen meist in alle Richtungen ab, ein stiller Beweis für die Stunden, die sie über Bücher gebeugt verbrachte.

In der riesigen Halle der Raumstation herrschte reges Treiben. Stimmengewirr und das Klicken von Kameras erfüllten die Luft, während Schulklassen in Gruppen umher liefen, um den besten Blick auf die Startrampe zu erhaschen.
Aiko schlängelte sich durch die Menge, ihre Schritte waren hastig, ihre Hände leicht feucht vor Aufregung. Es war ihr erster Besuch in einer Raumstation, und die schiere Größe des Ortes überwältigte sie. Überall blinkten Anzeigen und Monitore, auf denen technische Daten über den bevorstehenden Raketenstart liefen.

Ein seltsames Gefühl kroch ihr plötzlich den Rücken hinauf – ein Prickeln, das sie nicht ignorieren konnte. Sie hielt inne und drehte sich um. Da stand er: Akira Yamamoto, groß und breit gebaut, mit verschränkten Armen an die Wand gelehnt. Seine Augen bohrten sich in ihre, unverhohlen und fordernd. Um ihn herum standen ein paar andere Jungs aus ihrer Klasse, doch nur er schien sie zu beobachten.
Aiko biss sich auf die Lippe. Sie kannte diesen Blick – zu gut. Akira hatte ihr schon mehrmals seine Gefühle gestanden, immer wieder, obwohl sie ihn jedes Mal zurückgewiesen hatte. Doch er war nicht der Typ, der so leicht aufgab. Ihre Finger ballten sich zu Fäusten. Sie wusste, dass er nicht nur hartnäckig war; er war auch einschüchternd. Mehr als einmal hatte er versucht, sie unter Druck zu setzen oder ihr sogar gedroht.
»Warum jetzt?«, murmelte sie und wandte sich wieder ab. »Ich habe keine Zeit für dich.« Doch das flaue Gefühl in ihrem Magen blieb.
Muss er mir ausgerechnet hier auf die Nerven gehen?
Aiko spürte, wie sich ihre Schultern verspannten, während sie versuchte, den Blicken auszuweichen.
Warum kann er nicht einfach akzeptieren, dass ich ihn nicht mag und keinen Freund will?
Sie machte einen Schritt zur Seite, dann noch einen, doch Akira und seine Jungs waren schneller. Plötzlich standen sie vor ihr, blockierten den Weg wie eine Mauer.
»Du kannst nicht einfach weglaufen, Aiko«, sagte Akira mit dieser selbstgefälligen Ruhe in seiner Stimme, die sie so sehr hasste. Er trat einen Schritt auf sie zu, und sein Schatten fiel auf ihr Gesicht.
»Du solltest hier an meiner Seite sein.« Seine Worte klangen wie ein Befehl, und die Jungs hinter ihm lachten zustimmend.
Aiko wich zurück und hob die Hände.
»Lass mich in Ruhe!« Ihre Stimme war fest, doch innerlich raste ihr Herz. Sie wollte stark wirken, aber Akira ließ sich nicht beeindrucken.
Mit einer schnellen Bewegung packte er ihren Arm und zog sie grob zu sich heran. Der Griff war eisern, und Aiko fühlte sich wie eingefroren.
»Hör auf! Lass mich los!«, schrie sie, aber ihre Worte gingen im Lärm der Halle unter.
Doch dann passierte es: Die Menge begann sich zu bewegen. Menschen drängten Richtung Rakete, schoben und zogen aneinander vorbei. Aiko spürte plötzlich Druck von allen Seiten – und dann ließ Akira los. Sie nutzte den Moment, duckte sich unter einem Arm hindurch und verschwand zwischen den Menschen. Ihr Atem ging schnell, während sie sich zum Rand der riesigen Halle durchkämpfte.
Ob er mir gefolgt ist? Ich kann ihn nicht sehen, aber ich kann nicht sicher sein. Irgendwo muss ich mich verstecken, aber wo?
Hastig blickte Aiko sich um, ihre Augen suchten fieberhaft nach einem Versteck. Da entdeckte sie einen Zug aus silbern glänzenden Rollcontainern, wie man sie von Flugplätzen kennt – nur waren diese aus festen, robusten Kisten gebaut. Die Container standen dicht aneinandergereiht und schienen gerade für den Transport vorbereitet zu werden.

Ohne lange nachzudenken, rannte sie darauf zu und zog an einer der Türen. Erst der dritte Container ließ sich leicht öffnen, und als sie sah, dass er leer war, schlüpfte sie hinein.
Drinnen kauerte sie sich zusammen, ihre Knie zogen sich eng an die Brust. Sie versuchte, ihren Atem zu kontrollieren, doch ihr Herz schlug unaufhörlich gegen ihre Rippen. Ihre Ohren lauschten angespannt auf jedes Geräusch draußen.
Hat Akira aufgegeben? Dieser blöde Kerl! Warum lässt er mich nicht in Ruhe?
Ihre Gedanken rasten, während sie sich bemühte, ruhig zu bleiben. Plötzlich spürte sie einen Ruck. Ihr Rücken prallte gegen die Wand des Containers, und ein metallisches Klacken hallte durch die enge Kiste. Ihr Magen zog sich zusammen, als ihr klar wurde, was das bedeutete. Sie griff nach der Tür und zog daran – nichts. Offenbar verriegelten sich die Container automatisch, sobald der Zug in Bewegung gesetzt wurde.

Verdammt!Was soll ich jetzt tun? Panik stieg in ihr auf. Ist noch genügend Luft in der Kiste? Wohin fährt der Zug? Hört mich überhaupt jemand, wenn ich Krach mache?
Sie schlug verzweifelt gegen die Containerwand, doch das massive Material gab keinen Laut von sich, außer dem dumpfen Klatschen ihrer Fäuste. Ihre Schreie wurden von den Wänden des Containers verschluckt, wie ein schwaches Echo ihrer Verzweiflung.
Ihre Kraft ließ nach, und das Atmen fiel ihr schwerer. Sie sackte langsam zusammen, bis ihre Stirn die kalte Metall-Wand berührte. Der letzte Gedanke, bevor alles schwarz wurde: Ich muss hier raus…

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